Jugendleiterkonferenz in Wolfsburg 2010

Vom 29. bis 31. Oktober 2010 war es wieder soweit. Morgens früh schon ging es für das Organisationsteam los. Material einladen und verstauen, Gepäck noch oben drauf und selbst musste man natürlich auch noch mit. Über ein paar Zwischenhalte ging es nach Wolfsburg. Sperrungen der Autobahn, Umleitungen und enge Dorfstraßen, das alles waren nur einige der Gründe, die es Teilnehmern und Organisatoren schwer machten, sich durch den Freitag Nachmittag zum Seminarort zu schlagen. Doch am Ende schafften es alle und sogar pünktlich. Die sechste Jugendleiterkonferenz von Jugend ohne Grenzen e.V. zum Thema „Präsentationstechniken – wenn man reden soll oder reden muss“ konnte beginnen. Tagungsstätte war das Seminarhaus Almke, das eine gemütliche und wohnliche Atmosphäre schaffte.

Nach einem gemeinsamen Abendessen und dem gegenseitigen Kennenlernen, begann dann schon das Seminar. Die Referentin Kristina Müller (freiberufliche Trainerin und angehende Wirtschaftspsychologin aus Lübeck), die sich ehrenamtlich für uns engagierte, sorgte mit ihrer offenen freundlichen Art sofort für eine gute Stimmung und bereitete die Teilnehmer auf ihre erste Aufgabe vor: eine Videovorstellung.

Ziel war es, die Teilnehmer sozusagen ins „kalte Wasser“ zu werfen, um einen Ist-Zustand festzuhalten. Jeder sollte sich nach nur kurzer Zeit an Vorbereitung vor der Kamera präsentieren und berichten, wer er eigentlich war und vor allem welches Tier er sein würde. Einige konnten es kaum abwarten, während andere dem kleinen elektrischen Gerät in der Ecke des Raumes eher skeptisch begegneten. So war es „Gott sei Dank“ dann auch schnell wieder vorbei und man konnte sich den unbefangeneren Tätigkeiten des Abends widmen. Besonders dem Werwolfspiel, das sich am Wochenende ausgesprochener Beliebtheit erfreute. Auch wurde sich am Abend viel ausgetauscht, von neuen Ideen im Bereich der internen Kommunikation, der Öffentlichkeitsarbeit und der Mediennutzung im Verein berichtet. Ein besonderes Highlight bot dabei eine umfängliche Einführung in die Ideologie des Pfadfindertums.

Am nächsten Morgen wurde dann pünktlich in das Seminar gestartet. Zunächst mit einer Einführung ins Feedback geben und nehmen um für die anschließende Sequenz gerüstet zu sein: die Auswertung der Videos.

Zum einen sollte es so die Möglichkeit geben mehr über die anderen Teilnehmer zu erfahren. Hauptsächlich ging es nun aber darum, die Präsentationen zu beobachten, auf sich wirken zu lassen und zu benennen, was positiv und negativ aufgefallen war. Gerade die Vorstellenden selbst sollten ihren eigenen Eindruck von sich beschreiben und mit ihrer eigentlichen Vorstellung vergleichen. Wie wirkt mein Sprechen, meine Haltung, meine Mimik, meine Gestik, mein Auftreten allgemein? Woran liegt das, welche Ursachen haben die verschiedenen Eindrücke und was kann man verändern? Die Teilnehmer gaben sich dann gegenseitig ein Feedback und analysierten ihre Eindrücke ausführlich.
Aufbauend darauf wurden nach dem Mittag in Gruppen die wichtigsten Aspekte, die eine gute Präsentation ausmachen, zusammenfassend herausgearbeitet und anschließend vorgestellt.

Hieraus ergaben sich mehrere Themengebiete, zwischen denen die Teilnehmer für den weiteren Verlauf wählen sollten: Medien, Lampenfieber, Kommunikation, Argumentation und Vorbereitung.

Nachdem sich die Gruppe eindeutig für Argumentation entschieden hatte, ging es weiter. Zunächst gab die Referentin eine theoretische Einweisung in das Thema. Wie ist eine gute Argumentation aufgebaut, wie finde ich Argumente und wie äußere ich sie? Hierbei wurde die Gruppe immer wieder aktiv mit einbezogen. Ein wichtiger Aspekt waren die möglichen Ausdrucksweisen in Form von Weichmachern, Verstärkern und sogenannten Killerphrasen sowie die möglichen Reaktionen auf diese. Abschließend wurde dazu eine Simulationsübung durchgespielt, bei der die eine Hälfte der Teilnehmer eine Diskussion zu einem vorgegebenen fiktiven Sachverhalt führte und die andere haarscharf analysierte und beobachtete.

Am Abend ging es nach einerkleinen Stärkung gemeinsam zu den Grizzly Adams Eishockeyclub Wolfsburg, die gegen die Iserlohn Roosters spielten. Nach einer offenen Partie, einer Verlängerung und dem Penaltyschießen, das die Wolfsburger leider verloren, ging es dann zurück und natürlich weiter mit dem Werwolfspiel.

Zuletzt wurde am Sonntagmorgen dann die Simulation ausgewertet und die wichtigen Punkte des Wochenendes noch einmal zusammengefasst. Nach einer Abschlussrunde, Aufräumen und Packen ging es