Jugendleiterkonferenz in Hamburg 2011

Die Planung der Jugendleiterkonferenz 2011 begann schon früh in diesem Jahr. In jeden Vereinen und Verbänden taucht regelmäßig das gleiche Problem auf. Berichte warben in Vereinszeitungen und auf Homepages von tollen Veranstaltungen, doch bei der fotographischen Dokumentation fehlt es häufig am „richtigen“ Bild. Hier folgte eine Einladung an ehrenamtliche „Reporter“ und „Redaktionen“, damit auch von einem nicht professioneller „Vereinsfotograph“ das passende Foto für seinen Bericht macht.

Zur diesjährigen, der siebten Jugendleiterkonferenz von Jugend ohne Grenzen e. V. trafen sich am 14. – 16. Oktober in Hamburg Bergedorf 25 Multiplikatoren aus den verschiedensten Vereinen,  Verbänden und Fachrichtungen, um zu aktuellen Themen der Jugendhilfearbeit zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und sich gleichzeitig auch fortzubilden. Bei dieser Veranstaltung ging es rund um das Thema „Digitalfotografie – Richtiger Einsatz der Digitalkamera an praktischen Übungen“.

Am Freitag begannen wir unsere Jugendleiterkonferenz mit einem Abendbrot, hier trafen sich von alten Bekannten bis zu neuen Gesichtern. Die Stadtteilbegegnungsstätte Westibül (Hamburg-Bergedorf) hatte uns für den Freitag aufgenommen. Bei der Begrüßung mit einem Kennenlernspiel haben sich die Teilnehmer besser kennengelernt. Mit Witz und Spaß wurde dort schnell das Eis gebrochen.

Nur Spaß stand nicht auf dem Tagesplan, mit Ansgar Büter-Menke, Dipl. Sozialpädagoge, Medienpädagoge und Referent für die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein, hatten wir einen kompetenten Referenten zum Thema „Recht am Bild – Bilder im Internet & sozialen Netzwerken, was darf ich?“. Anhand von Beispielen wurde uns schnell klar, dass dies ein Thema ist, das ein hohes Potenzial hat. Jugend ohne Grenzen wird sich dem Thema in der Zukunft noch einmal annehmen, aber mit mehr Zeit, da viel Fragen offen blieben.

Der Abend wurde abgerundet mit der „Einführung in die Grundlagen der Fotografie – Wie benutze ich meine Kamera Richtig“. Fabian Schmidt Dipl. Sozialpädagoge und ambitionierter Hobbyfotograf und Heiko Kampka Nebenberuflicher Fotograf „führten“ durch den Abend. Das Wissensspektrum der Teilnehmer war von Anfänger mit der Aussage „…meine Kompakt-Kamera ist rosa und hier ist der Auslöser…“ bis zu Profis die nicht nur in Ihrem Verband für die Öffentlichkeitsarbeit die Bilder machen sondern auch mit Fotos sich ein Zubrot verdienen. In zwei Gruppen wurden die Grundbegriffe der Fotografie erläutert: ISO, Blende und Belichtungszeit wurden anschaulich verdeutlicht. Auch die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten der Kameras wurden erläutert und durch Versuche anschaulich dargestellt.

Nach so viel Wissensinput haben wir den Abend ausklingen lassen. Der Tag war schon lang, der eine oder andere Teilnehmer kam ja nicht aus Hamburg oder dem Randgebiet sondern aus der ganzen Republik. Erschöpft fielen die Teilnehmer in Bett des Hotels um die Ecke.

Der Samstag wurde mit einem reichhaltigen Frühstück im Commundo Tagungshotel Hamburg begonnen. Am Frühstück hörte man schon vom einen oder anderen „…hast du von deinem Zimmer auch den schönen Sonnenaufgang gesehen? Ich habe Ihn sogar fotografiert…“. Viele Teilnehmer hatten am Morgen gleich ein paar Fotos gemacht um die Informationen vom Vorabend gleich in Bildern festzuhalten.

Nach dem Frühstück haben wir uns auf dem Weg gemacht. Am Stintfang, oben auf dem „Berg“ mit dem traumhaften Blick über den Hamburger Hafen, waren wir Gast im Seminarraum der Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände in Hamburg e.V. Dort ging das Programm von unseren beiden Fotografen Fabian Schmidt und Heiko Kampka weiter. Beide kommen aus der Vereinsarbeit und kennen die Probleme von kleinen Vereinen, der Organisator einer Veranstaltung bestimmt noch schnell jemanden Bilder zumachen oder macht sie noch schnell selber für die Dokumentation in der Zeitungen oder im Internet.  Nur leider zu oft wurde von einer Spitzenmäßigen Veranstaltung nur ein mittelmäßiges Foto mit wenig Aussage gemacht. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, ist jedem bekannt und auch nur ein gutes Bild wird einen Leser fesseln um den Artikel zu lesen. In diesem Teil wurde der richtige Aufbau eines Bildes besprochen, welche Fehler kann man vermeiden und worauf soll ich in achten in der Ausschnittwahl. Einen Einblick wurde uns noch gegeben, was man alles als Zubehör für seine Kamera kaufen kann.

Nach einem Mittagessen sind die Teilnehmer in verschiedene Gruppen mit den Fotografen zu den Exkursionen aufgebrochen. Anhand von praktischen Übungen und Versuchen wurden den Teilnehmern die Einstellung der Kamera und das richtige Finden des Bildausschnittes anschaulich dargestellt. An unterschiedlichsten Schauplätzen der Stadt Hamburg wurde Fotos gemacht und damit auch mit unterschiedlichsten Blickwinkeln und Einstellungen gearbeitet, vom Hafen mit seiner Weite und vielen großen Objekten, nah und Fern, dem Alten Elbtunnel mit Bildern ohne natürlichem Licht, dem Panoptikum in dem man alle Zeit der Welt hat das richtige Bild zuschießen, das HSV-Stadion mit der Größe die man mit einem Bild nur schlecht einfangen kann. Die Gruppen haben von diesen und noch mehr Schauplätzen anschaulich den Umgang mit der Kamera erklärt bekommen und konnten dies auch gleich in die Tat umsetzen. Der Stintfang war auch beim Abendessen und zum Sichten der Fotos unsere Unterkunft.

Der Sonntag war für die Teilnehmer ein Überblick von Fotos die von Teilnehmern gemacht wurden, anschaulich wurde Fehler dargestellt und besprochen. Auch ein Einblich in die Bildbearbeitung kam nicht zu kurz, es wurden kostenlose Bildbetrachtungs- und Bildbearbeitungssoftwaren vorgestellt. Der Überblick dieser Programme ist eine Alternative zu teuren Bildbearbeitungsprogrammen die sich die meisten Vereine nicht leisten wollen oder können. Die besten Bilder aus den Gruppen wurden noch gesichtet und zusammengestellt für einen Kalender den jeder Teilnehmer zugesandt wird.

Teilnehmende Vereine und Verbände: Bremer Kinder- und Jugendfreizeit e.V., Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands, Ev.-Luth. Kreuzkirchengemeinde Pinneberg, Ferien- und Freizeitdienstes der Evangelischen Kirche, Johanniter Jugend e. V., Jugend ohne Grenzen e. V., Jugendfeuerwehr Hamburg, Jugendrotkreuz, SV Eidelstedt, Niendorfer TSV e.V., Grün-Weiss Eimsbüttel e.V., Treptower SV (Berlin) und TSG Hatten Sandkrug.

Besonderen Dank an die Sponsoren und Unterstützer dieser Jugend ohne Grenzen e.V. Jugendleiterkonferenz 2011 in Hamburg: Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände in Hamburg e.V., BARKASSEN-MEYER Touristik GmbH & Co.KG, Bionade, Commundo Tagungshotel Hamburg, FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH, Hama GmbH & Co KG, HSV Fußball, IBA Hamburg GmbH, Kühne, Le CroBag, Maritime Touren für Gruppen, Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein, PANOPTIKUM, photo dose GmbH, smileys Pizza, St. Michaelis Turm GmbH, Stadtteilbegegungsstätte WESTIBÜL, Stattreisen Hamburg e.V., Verbatim GmbH und YouCard Kartensysteme GmbH.